Dr. Dániel Czicza
Dr. Dániel Czicza |
Jahrgang 1976, verheiratet, eine Tochter (2007) und ein Sohn (2012)
Ausbildung |
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2011 | Promotion an der Universität Szeged mit einer Arbeit zum Thema "Das es-Gesamtsystem in neuhochdeutschen Nähetexten" |
Oktober 2004-August 2005 | DAAD-Forschungsstipendium an der Universität Passau (Betreuer: Prof. Dr. Hans-Werner Eroms) |
2001-2004 | PhD-Studium Germanistische Linguistik, Universität Szeged |
2000 | Magister Artium Germanistik, Loránd-Eötvös-Universität, Budapest |
Beruflicher Werdegang |
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Oktober 2009-Dezember 2016 | Justus-Liebig-Universität Gießen Wissenschaftlicher Mitarbeiter |
April 2009-Oktober 2009 | IDS in Mannheim Wiss. Mitarbeiter im Projekt „Grammatik des Deutschen im europäischen Vergleich“ |
März 2008-März 2009 | Universität Kassel Wiss. Mitarbeiter im Projekt „Explizite und elliptische Junktion in der Syntax des Neuhochdeutschen“ |
2005-2008 | Universität Szeged Lehraufträge im Studiengang Germanistik |
2003-2004 | Hochschulfakultät der Loránd-Eötvös-Universität, Budapest Lehraufträge im Studiengang Germanistik |
2002-2003 | Gáspár-Károli-Universität, Budapest Lehraufträge im Studiengang Germanistik |
Oktober 2000-Juni 2001 | Ysgol Gyfun Gymraeg Plasmawr in Cardiff, Wales Teacher assistant |
Veröffentlichungen
Monographien
2014 |
Das es-Gesamtsystem im Neuhochdeutschen. Ein Beitrag zu Valenztheorie und Konstruktionsgrammatik. Berlin / Boston: de Gruyter (Studia Linguistica Germanica 120). |
Aufsätze
2017 |
Kodierungskomplexität multimodal. Zur Determinierung in ortsgebundener Schriftlichkeit. In: Hennig, Mathilde (Hrsg.): Linguistische Komplexität - ein Phantom? Tübingen: Stauffenburg, 123-148. |
2015 | Zu Analogien zwischen verbaler und nominaler Organisation. In: Hennig, Mathilde/Niemann, Robert (Hrsg.): Junktion in der Attribution. Ein Komplexitätsphänomen aus grammatischer, psycholinguistischer und praxistheoretischer Perspektive. Berlin/Boston: de Gruyter Mouton, 123-162. |
Konstruktionen in der Wissenschaftssprache. In: Bücker, Jörg / Günthner, Susanne / Imo, Wolfgang (Hrsg.): Konstruktionsgrammatik V: Konstruktionen im Spannungsfeld von sequenziellen Mustern, kommunikativen Gattungen und Textsorten. Tübingen: Stauffenburg, 81-107. | |
2013 | [mit Mathilde Hennig]: Aggregation, Integration und Sprachwandel. In: Vogel, Petra Maria (Hrsg.): Sprachwandel im Neuhochdeutschen. Berlin / Boston, 1-34. (= Jahrbuch für Germanistische Sprachgeschichte 4) |
2012 | [mit Mathilde Hennig / Volker Emmrich / Robert Niemann]: Zur Verortung von Texten zwischen den Polen maximaler und minimaler Wissenschaftlichkeit. Ein Operationalisierungsvorschlag. In: Fachsprache 35, 2-44. |
2011 | [zusammen mit Mathilde Hennig]: Zur Pragmatik und Grammatik der Wissenschaftskommunikation. Ein Modellierungsvorschlag. In: Fachsprache 1-2, 36-61. |
2010 | Das simulierende es: Zur valenztheoretischen Beschreibung des nicht-phorischen es am Beispiel eines neuhochdeutschen Textes. In: Ziegler, Arne (Hrsg.): Historische Textgrammatik und historische Syntax des Deutschen. Traditionen, Innovationen, Perspektiven. Unter Mitarbeit v. Christian Braun. Berlin / New York. Bd. II, 1041-1063. |
2007 | ES-constructions. In: Balaskó, Mária / Szatmári, Petra (Hrsg.): Sprach- und Literaturwissenschaftliche Brückenschläge. Vorträge der 13. Jahrestagung der GESUS in Szombathely, 12.-14. Mai 2004. München, 305-318 (Edition Linguistik 59). |
2006 | Briefe des Braut- und Ehepaares von Neupauer. In: Ágel, Vilmos / Hennig, Mathilde (Hrsg.): Grammatik aus Nähe und Distanz. Theorie und Praxis am Beispiel von Nähetexten 1650-2000. Tübingen, 297-319. |
[zusammen mit Péter Kappel]: Privatbriefe aus den 90er Jahren. In: Ágel, Vilmos / Hennig, Mathilde (Hrsg.): Grammatik aus Nähe und Distanz. Theorie und Praxis am Beispiel von Nähetexten 1650-2000. Tübingen, 361-377. | |
2004 | Zur Analyse von es in historischen Texten. Am Beispiel eines neuhochdeutschen Textes aus dem 18. Jahrhundert. In: Czicza, Dániel / Hegedus, Ildikó / Kappel, Péter / Németh, Attila (Hrsg.): Wertigkeiten, Geschichten und Kontraste. Festschrift für Péter Bassola zum 60. Geburtstag. Szeged, 23-37. |
Deutsch-ungarische kontrastive Analyse von „es“. In: Adamcova, Líviá (Hrsg.): Beiträge zu Sprache & Sprachen 5. Vorträge der 11. Jahrestagung der GESUS in Bratislava. München (Edition Linguistik 49). | |
2003 | Theoretische Überlegungen zu einer möglichen Neuorientierung in der es-Forschung. In: Németh, Attila (Hrsg.): Linguistische Beiträge ungarischer Nachwuchs-germanisten. Referate der I. Linguistischen Tagung ungarischer Nachwuchs-germanisten an der Universität Veszprém vom 28.–29. März 2003. Veszprém/Wien, 25-49 (Studia Germanica Universitatis Vesprimiensis, Supplement Bd. 3). |
Herausgebertätigkeit
2004 | [mit Ildikó Hegedus, Péter Kappel, Attila Németh]: Wertigkeiten, Geschichten und Kontraste. Festschrift für Péter Bassola zum 60. Geburtstag. Szeged. |
Forschungsinteressen
- Analogie in Grammatiktheorien
- Grammatik des Gegenwartsdeutschen
- Verhältnis von Valenztheorie und Konstruktionsgrammatik
- Grammatik und Wissenschaftssprache
Meine Forschung konzentriert sich zurzeit auf die Frage, wie das Konzept der Analogie grammatiktheoretisch ausbuchstabiert und auf die Beschreibung sowie Erklärung bestimmter grammatischer Phänomene angewendet werden kann. Dabei geht es vor allem um folgende Schwerpunkte:
- Formale, relationale und funktionale Typen analogischer Beziehungen zwischen grammatischen Strukturen
- Analogien und Differenzen zwischen verbaler und nominaler Organisation unter besonderer Berücksichtigung komplexer Nominalgruppen in Wissenschaftssprache
- Status und Anwendung von Analogie in valenztheoretischem und konstruktionsgrammatischem Rahmen
- Verhältnis von Analogie und Grammatikalisierung im Wandel von Konstruktionen
Mitarbeit in Projekten
DFG-Projekt Explizite und elliptische Junktion in der Syntax des Neuhochdeutschen
Im Kasseler Junktionsprojekt (2007-2009) wurden in je vier Texten aus dem 17. und 19. Jahrhundert junktionsrelevante grammatische Merkmale (Junktoren, Koordinationsellipsen, Prädikate, Subjekte, Fokuspartikeln, Korrelate) ausschließlich manuell annotiert. Ziel der Annotationen war es, verschiedene Techniken expliziter und elliptischer Junktion über die Kombination der annotierten grammatischen Merkmale zu rekonstruieren.
Meine Aufgabe bestand dabei vor allem darin, Korpustexte für die Annotation vorzubereiten, Annotationen vorzunehmen und die im Projekt arbeitenden Hilfskräfte zu betreuen. Zudem habe ich technische und inhaltliche Dokumentationen erstellt. Zu weiteren Details s.
http://www.uni-giessen.de/kajuk/annotation.htm
GDE-N: Grammatik des Deutschen im europäischen Vergleich – Das Nominal
Ziel des von Gisela Zifonun geleiteten Projekts Grammatik des Deutschen im europäischen Vergleich ist die Erarbeitung einer Grammatik des Deutschen vor dem Hintergrund typologischer Variation. Dazu wird das Deutsche im Kontext europäischer Kontrastsprachen (vor allem Englisch, Französisch, Polnisch und Ungarisch) betrachtet, wodurch eine deutlichere Profilierung der deutschen Grammatik erreicht werden soll. Das seit 2001 laufende Teilprojekt GDE-N fokussiert auf die Morphologie und Syntax nominaler Strukturen. Zu Details s.
http://www1.ids-mannheim.de/gra/projekte/gde.html?L=0
Meine Arbeit im Projekt (2009) bestand hauptsächlich in der Aufarbeitung der einschlägigen ungarischsprachigen Fachliteratur sowie in der Beratung und Unterstützung der Projektmitarbeiter bei Fragen zur ungarischen Grammatik.
Lehre an der Justus-Liebig-Universität
WS 16/17 |
Konstruktionsgrammatik, Seminar |
SS 2016 |
Einführung in das Studiengebiet Sprache, Seminar Satzanalyse, Seminar |
WS 15/16 |
Grammatik des Nomens, Seminar Junktion und Variation, Masterseminar |
SS 2015 |
Einführung in das Studiengebiet Sprache, Seminar Satzanalyse, Seminar |
WS 14/15 |
(Professurvertretung an der Universität Duisburg-Essen) Korpuslinguistik Schrift und Schreiben, Seminar Grammatische Grundlagen, Seminar Grammatik und Variation, Seminar |
SS 2014 |
Einführung in das Studiengebiet Sprache, Seminar Grammatische Zweifelsfälle und Analogie, Seminar |
WS 13/14 |
Wort und Satz, Vorlesungsbegleitendes Seminar Grammatische Textanalyse, Masterseminar |
SS 2013 |
Einführung in das Studiengebiet Sprache, Seminar Satzanalyse, Seminar |
WS 12/13 |
Text und Pronomen, Masterseminar |
SS 2012 |
Einführung in das Studiengebiet Sprache, Seminar Valenztheorie, Seminar |
WS 11/12 |
Vorlesungsbegleitendes Seminar Wort und Satz, Seminar Text und Pronomen, Masterseminar |
SS 2011 |
Grammatik von Wörtern und Konstruktionen, Seminar Grammatikalisierung, Seminar |
WS 10/11 |
Flexionsmorphologie, Seminar Syntax des Gegenwartsdeutschen, Seminar |
SS 2010 | Einführung in das Studiengebiet Sprache, Seminar |